Von Frankfurt in die Welt: Zweihundert Jahre Teetradition

Ein gewagter Schritt im 19. Jahrhundert
Fernab der großen Seehäfen und etablierten Handelsrouten ein eigenes Teehaus zu gründen, war zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein durchaus gewagter unternehmerischer Schritt. Genau diesen Schritt wagte im Jahr 1823 der Kaufmann Johann Tobias Ronnefeldt mitten in Frankfurt am Main, weit entfernt von den klassischen Handelsrouten des internationalen Teehandels an der Küste. Was damals wie ein reiner Umweg erschien, entwickelte sich über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg zu einer der international angesehensten Teemarken überhaupt, deren Name heute weltweit für Qualität, Ideenreichtum und Handwerkskunst in der Teekultur steht.
Die Suche nach den besten Anbaugebieten
Der Weg von der kleinen Frankfurter Handelsstube zum internationalen Teehaus war geprägt von einem klaren Prinzip: der konsequenten Suche nach den besten Anbaugebieten weltweit. Statt sich auf einzelne wenige Lieferanten zu beschränken, bereisen erfahrene Einkäufer bis heute persönlich die traditionsreichen Teegärten in Assam und Darjeeling an den Ausläufern des mächtigen Himalaya, das südchinesische Yunnan, ausgewählte japanische Anbaugebiete sowie weitere Regionen in Afrika und Südamerika. Diese globale Perspektive erklärt die wirklich außergewöhnliche Bandbreite an Geschmacksrichtungen, die das Sortiment bis heute maßgeblich prägt.
Vielfalt als Markenzeichen
Besonders bemerkenswert ist dabei die Vielfalt der angebotenen Teekategorien. Neben klassischem Schwarztee finden sich grüner Tee, Weißer Tee, aromatisierter Matcha, Kräutertee, Rooibos und Früchtetee im Sortiment, jede einzelne Kategorie mit eigenen Klassikern und regelmäßig erscheinenden Neuheiten. Der aromatisierte Grüntee Morgentau mit seiner fruchtigen Mango-Zitrus-Note zählt ebenso zu den Bestsellern wie der mit Bergamotte und Orange verfeinerte Princess Grey, eine mildere und fruchtigere Variation des traditionellen Earl Grey.
Eine Sorte für jede Tageszeit
Ein Grund für die Beliebtheit von Ronnefeldt Tee liegt in dieser thematischen Vielfalt, die für praktisch jede Tageszeit und Stimmung eine passende Sorte bereithält. Wer morgens einen belebenden, wachmachenden Start in den Tag sucht, greift meist zu kräftigem Schwarztee, während sich der Nachmittag eher für milde Früchtetees eignet, die als besonders magenfreundlich gelten. Am Abend wiederum setzen viele Teetrinker auf beruhigende Kräutermischungen ohne Koffein, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.
Praktisch für den Alltag
Für alle, die es im Alltag unkompliziert mögen, hält das Sortiment zudem ein umfangreiches Teebeutel-Angebot mit über fünfzig verschiedenen Sorten bereit, praktisch für unterwegs, das Büro oder die schnelle Tasse zwischendurch, ohne dabei auf die gewohnte Qualität verzichten zu müssen. Wer sich hingegen noch nicht auf eine bestimmte Geschmacksrichtung festlegen möchte, findet in speziellen Probierboxen eine unkomplizierte und beliebte Möglichkeit, gleich mehrere Sorten kennenzulernen, bevor die endgültige Entscheidung für eine Lieblingssorte fällt.
Herkunft als wachsendes Thema
Auch die Herkunft der einzelnen Teesorten spielt für viele Kundinnen und Kunden eine wachsende Rolle. Transparente Angaben zu Anbauregion, Erntezeitpunkt und Verarbeitung ermöglichen es, bewusster auszuwählen und die ganze Geschichte hinter der eigenen Tasse Tee besser nachzuvollziehen, ein Aspekt, der angesichts des wachsenden gesellschaftlichen Interesses an Herkunft, Fairness und Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Eine Reise in jeder Tasse
Mehr als zweihundert Jahre nach der Gründung in Frankfurt am Main zeigt sich ganz deutlich: Aus dem einst gewagten Schritt abseits der großen Handelswege ist eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte geworden, die bis heute von Neugier auf ferne Anbaugebiete und der Liebe zum Detail lebt. Jede einzelne Tasse erzählt so gewissermaßen ein kleines Stück dieser langen Reise, von den entlegenen Teegärten dieser Welt bis in die heimische Küche.